Die Angst der Deutschen vor Aktien ist unbegründet

Ende der neunziger Jahre, als die Telekom als sogenannte Volksaktie an die Börse gebracht wurde, kam so etwas wie ein Börsenboom in Deutschland auf. Zumal dann auch noch der „Neue Markt“ eingeführt wurde – und der Hype um die Internetaktien konnten beginnen. Spätestens als die Hausfrauen anfingen, über Aktien zu diskutieren, war den Experten klar – dass irgendetwas in der Luft lag.

Am 06.02.2000 erreichte die T-Aktie ihren Höchststand bei 103,50 EUR – heute, wohlgemerkt 20 Jahre später dümpelt die Telekom-Aktie bei ca. 15 EUR vor sich her. Übrigens, den neuen Markt gibt es mittlerweile auch nicht mehr – und die Internetblase ist geplatzt. Der Kursverfall kam schleichend und dauert einige Jahre, sodass man eine Zeit lang immer nich der Meinung war, dass die KUrse sich wieder erholen würden.

Die T-Aktie wurde sichere Anlage beworben wurde. Da darf man sich nicht wundern, wenn die Masse der unerfahrenen Anleger mit der Börse nie wieder etwas zu tun haben wollte. Zugegeben, es wurden von allen Seiten Fehler gemacht – und dann kam auch die geplatzte Internetblase dazu und der sich über Jahre hinziehende Kursverfall dazu.

Da gab es Geschichten von Startups, die Online-Lotto angeboten haben. So zum Beispiel ein Einmann-Unternehmen, dass die von den Kunden übertragenden Online-Lottoscheine im Lottoladen nebenan abgeben hat, weil es nicht so wirklich funktionierte mit dem Onlinesystem. Zu dem Zeitpunkt war die Firma schon an der Börse und die Kunden haben die Aktien gekauft wie andere Brötchen.

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Langristig kommen Anleger an Aktien oder ETFs nicht vorbei


Aber diese Zeiten sind vorbei – und viele haben hoffentlich daraus gelernt. Dennoch kommt man an Aktien bei einem vernünftig diversifizierten Portfolio nicht vorbei. Die Masse der Anleger sollte sich dabei allerdings auf ETFs (Exchange-Traded Fund). Über einen längeren Zeitraum lassen sich die Risiken über Sparpläne so deutlich reduzieren, dass durch den Cost-Avergae-Effekt (Durhschnittswertermittlung) ein echtes Risiko kaum noch vorhanden ist. Hier spielt dann einfach der Faktor Zeit eine große Rolle. Mit Sparplänen lassen im übrigen langfristig ecchte Vermögen aufbauen, nichts geht über den Zinseszinseffekt.

ETFs sind börsengehandelte Fonds mit dem Ziel, einen Index wie zum Beispiel den Dax nachzubilden. Fällt oder steigt der Dax also um 1 Prozent, sollte das für den ETF auch gelten. Dabei sind natürlich die Gebühren in Abzug zu bringen, die bei einem ETF allerdings günstig sind, da dieser Fonds nicht aktiv gemanagt wird.

ETF oder klassischer Aktienfonds
Ein klassischer Investmentfonds hat ein aktives Management, das deutlich höhere Kosten verursacht. Zudem kommt oft auch noch ein Ausgabeaufschlag dazu. Mittlerweile gibt es auch diverse, digitale Vermögensverwalter – sogenannte Robo-Advisor – die Anlegern günstig die ganze Arbeit abnehmen. Robo-Advisor sind Computerprogramm, die oft auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und natürlich völlig emotionslos solide bis sehr gute Renditen für Anleger erzielen. Je nach Risikoprofil!

Fazit:
Langfristig ist die Anlage in Aktien, ETFs, klassischen Fonds, verbunden mit allen dazugehörigen Varianten nicht zu schlagen. Dividenden, Kurssteigerungen, Zinseszinseffekte, Inflationsschutz sprechen eindeutig dafür. Auch steuerlich sind Aktien und ETFs interessant, Verluste können mit Gewinnen verrechnet werden – und es gibt durchaus höhere Steuern, als die Kapitalertragsteuer.

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Unsere Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate-Links und die damit verbundenen Werbekostenvergütungen haben bei der Erstellung unserer Ratgeber-Artikel keinen Einfluss auf den Inhalt, unsere Artikel sind und bleiben immer objektiv. Unser oberstes Ziel ist Ihre Information.

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