Die mögliche Ursache für den Goldanstieg

Wo liegt der faire Wert des Goldes? Bei Aktien hat man grundsätzlich einen Anhalt, kann sich an Umsatz und Gewinn des Unternehmens orientieren. Aber schon bei Aktienmärkten an sich wird es schwierig, denn wenn Anleger aus welchen Gründen auch immer bereit sind, Aktien auch zu historisch teuren Bewertungen zu kaufen, wer wollte sie aufhalten oder hindern? Und noch kniffliger wird es, wenn es um Edelmetalle wie Gold geht, bei denen die unmittelbare Nachfrage anders als z.B. bei Kupfer oder Aluminium eine untergeordnete Rolle spielt, weil Gold vor allem zweierlei ist:

Ein vermeintlicher Hort der Sicherheit und blanke Spekulation. So gesehen kann man eigentlich weder behaupten, dass Gold Ende 2015 um 1.050 US-Dollar pro Feinunze zu billig war, noch dass es am Hoch 2011 bei über 1.900 US-Dollar zu teuer war. Es kommt einfach darauf an, ob dem Markt die Käufer ausgehen oder eben nicht. Sprich: Gold hat keine natürlichen Grenzen, weder auf der Ober- noch auf der Unterseite. Und damit könnte diese schon jetzt extrem wirkende Gold-Rallye grundsätzlich sogar erst in ihrer Anfangsphase stehen. Es kommt eben ganz darauf an. Worauf?

Handeslkrieg, Iran, billiges Fiatgeld und mehr

Für den Moment erst einmal auf das Wochenende. Da werden wir erfahren, ob und was beim Gespräch Trump/Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels herausgekommen ist. Sollte es da zu einem Durchbruch kommen, kann Gold wie vom Blitz getroffen fallen, denn man darf vermuten, dass viele, die den Goldpreis derzeit durch eine massive Widerstandslinie nach der anderen heben, darauf wetten, dass erneut nichts vorangeht, sich die Fronten weiter verhärten und damit der Grundstein für eine weltweit rezessive Entwicklung und massiv gedrückte Aktienmärkte gelegt wird.

Wenn diese „Wette“ daneben geht, wäre der Goldpreis wohl kaum zu halten. Und die Gewinnmitnahmen könnten angesichts des hohen Tempos, mit dem das Edelmetall in den vergangenen Wochen gelaufen ist, weit führen. Aus der Widerstandszone zwischen 1.357 und 1.434 US-Dollar, durch die sich der Kurs gerade hindurch kämpft, sollte er da auf keinen Fall wiederherausrutschen, darunter wäre eine Absicherung im Fall von Long-Positionen unbedingt zu überlegen.

Aber sollte dieses Treffen Trump/Xi eine Pleite werden, womöglich die Lage um den Iran eskalieren, die EU mit einem neuen UK-Regierungschef Johnson noch mehr in die Bredouille kommen und die US-Regierung auch noch einen Handelskonflikt mit der EU beginnen, wäre ein äußerst negatives Szenario gegeben. Eines, in dem sogar nicht mehr unmöglich wäre, was viele als unmöglich ansehen:

Die Rückkehr des Goldes an das alte Rekordhoch des Jahres 2011 bei 1.921 US-Dollar. Immerhin wäre das sogar charttechnisch nicht aus der Welt. Denn wenn man sich den Chart auf Wochenbasis ansieht, stellt man fest, dass Gold gerade dabei ist, eine riesige, aber zugleich formvollendete Bodenbildung zu vollenden. Würde der Kurs deren obere Begrenzung mit Closings über 1.434 US-Dollar klar überwinden, gäbe es rein rechnerisch ein charttechnisches Aufwärtspotenzial von fast 400 US-Dollar. Und dann würde bis zu dieser „letzten Grenze“ bei 1.921 US-Dollar nicht mehr viel fehlen.

Chart vom 24.06.2019, Kurs 1.419,05 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | LYNX Aktienempfehlungen

Chart und Artikel: Lynxbroker

Fazit:
Aufgrund der aktuellen Gemengelage bleibt die Enticklung beim Goldpreis spannend, vieles spircht für weiter steigenden Preise – auch ein neues Allzeithoch liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

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