Erfolgreicher Börsenhandel – dann führen Sie ein Tagebuch

Was glauben Sie, sind die Empfehlungen der sogenannten Börsen Gurus, selbsternannten Top-Tradern und sonstigen Experten wirklich wert – wenn Ihnen zu den Empfehlungen auch gleich ein Abo mit angeboten wird? In der Regel nichts, wer wirklich Erfolg an der Börse hat, verkauft keine Abo`s – denn dafür würde schlicht und ergreifend die Zeit fehlen. Damit sind nicht qualitativ hochwertige Artikel von Börsianern gemeint, die seit Jahrzehnten an der Börse erfolgreich sind. Die wollen Ihnen auch keine Abo verkaufen, allenfalls schreiben sie mal ein Buch – was ja durchaus hilfreich sein kann.

Was müssen Anleger also machen, um an der Börse nachhaltig Erfolg zu haben
Wer einen Gewinn an der Börse realisiert hat, dürfte alles richtig gemacht haben – müsste man meinen. Also muss man sich auch nicht hinterfragen, aber damit macht man es sich etwas zu leicht, wenn sich nachhaltiger Erfolg als Trader oder Anleger einstellen soll. Der größte Narr an der Börse sind nie die anderen, das ist man immer selbst. Denn niemand beeinflusst das eigene Trading mehr als die eigenen Emotionen. Selbstüberschätzung gehört da zu den größten Risiken, denn wer dreimal in Folge Gewinne macht – ist noch kein großer Bösianer. Vor allem nicht, wenn das in einer Aufwärtsphase der Fall war, in der fast alle Werte gestiegen sind.

Erfolgreiche Trader und Anleger wissen, dass sie sich vor sich selbst schützen müssen. Denn Leichtsinn und Selbstüberschätzung kommen schnell auf, das ist die Tücke an dieser Sache. Oft fällt es einem selbst nicht auf. Und die wenigsten Trader agieren in Teams, wo einer den anderen auf den Boden zurückholt – und an die eigene Fehlbarkeit erinnert.

Die Folge einer solchen Selbstüberschätzung ist, dass man viel zu leichtfertig an die nächsten Trades herangeht, im Vorfeld weit weniger sorgfältig die Chancen und Risiken abwägt und meist auch noch aggressiver und mit höherem Risiko agiert. Da kann dann eine leichtfertige Entscheidung, schnell die vorherigen Gewinne komplett vernichten. Die Schuld hat dann oft der Markt, da man ja selten die Fehler bei sich sucht.

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Die Antwort darauf lautet – Buch führen

Wie kann man das ändern? Indem man ein Tagebuch – ein sogenanntes Tradingbuch – führt und auf diese Weise dafür sorgt, dass man vor und nach einem Kauf nachvollzieht, ob man wirklich seine Hausaufgaben gemacht hat. So eine Tagebuch bringt schonungslos die Wahrheit ans Licht. Denn viele Entscheidungen werden aus der Situation des Augenblicks heraus getroffen und geraten schnell in Vergessenheit, wenn man sie nicht festhält.

Erfolgreiche Trader tun genau das: Sie halten das fest, was sie wann und warum getan haben. Ob man nun mit einem kleinen Büchlein arbeiten möchte oder seine Aktivitäten auf einem Datenblatt notiert und speichert, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist, dass man es nachvollziehen kann – und zwar über einen langen Zeitraum. Am PC oder Laptop bieten sich beste Möglichkeiten, um das ggf. auch etwas professioneller zu gestalten. Das ist aber kein Muss!

Basis einer solchen Nachverfolgung der Trades wäre festzuhalten, unter welchen Umständen ein Trade begonnen wurde. Ideal wäre es also, der Aufzeichnung einen entsprechenden Chart hinzuzufügen. Der Trader geht long, wenn drei verschiedene gleitende Durchschnitte durchbrochen wurden, zum Beispiel der 10-Tage, der 20-Tage- und der 50-Tage-Durchschnitt.

Wichtig ist, dass man sich an eine Strategie hält, zum Beispiel an die „nur zu Kaufen, wenn sich der Wert über den drei genannten gleitenden Duchschnitte befindet. Oder Sie halten den Chart fest, weil Sie einen Trade mit einer „Breakout Strategie“ ausgeführt haben. Dann könnte die Notiz lauten, Kauf über 39 EUR – dabei hinterlegen Sie einen Chart.

Erfolg muss wiederholbar sein
Wenn ein Trade nicht erfolgreich war, muss das nicht zwingend ihr Fehler gewesen sein. Das kann auch schnell mal am Umfeld liegen, Fehlausbrüche, politische Meldungen etc. Wenn man an der Börse tradet, agiert man immer in einem Umfeld der Ungewissheit. Es ist schlicht unmöglich, dass jeder Trade im Gewinn endet. Aber es ist entscheidend zu wissen, woran es wirklich lag. Vieles kann man nicht beeinflussen, weil man Impulse, die auf die Kurse einwirken, nicht vorhersagen kann.

Doch es gilt zu erreichen, dass man selbst seinen Teil dazu beigetragen hat, um die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs so hoch wie möglich zu halten. Mit der Nachverfolgung erreichen Sie eine klare Struktur und nachvollziehbarkeit bei Ihrem Trading. Im wesentlichen geht es doch nur um Wahrscheinlichkeiten.

Sie müssen wissen, was Sie falsch gemacht haben, Sie müssen aber ebenso festhalten, was Sie gut und richtig gemacht haben. Nur so ist es möglich, ein eigenes Regelwerk zu schaffen. So gelingt es Ihnen zu erkennen, welche Vorgehensweise erfolgreicher ist als andere.

Ein Beispiel für eine solche Nachsorge, der sich bewährenden Methoden wäre beispielsweise, beim Einsatz mehrerer Indikatoren Buch zu führen, welche Indikatoren sich bei Ihrem Tradings als zuverlässig erwiesen haben. Was gilt es da zu beachten und in welchem Zeitraster oder in welchem Markt hat sich ein Indikator besonders bewährt. Funktioniert ihr Trading besser mit den gleitenden Durchschnitten oder anderen Indikatoren.

Nachverfolgen und ein Tradingsystem erarbeiten
Wenn Sie versuchen, aus der Kombination mehrerer Indikatoren ein gut funktionierendes System zu entwickeln, ist es sinnvoll, nicht nur genau festzuhalten, ob man sich an die eigenen Vorgaben gehalten hat – und ob die Trades nach dieser Systematik mehrheitlich gelingen oder nicht.

Speziell in diesem Fall wäre es hilfreich, mit den begleitenden Indikatoren und deren Parametern sowie mit der Länge der gleitenden Durchschnitte zu experimentieren, um die beste Kombination zu erreichen, die dann auch nicht nur bei einer einzigen Aktie funktioniert, sondern dem Trader als generelles Trading-System dienen könnte. Das könnte dann zum Beispiel ein 4-Stunden Chart sein etc.

Sie kommen so deutlich schneller und planvoller zum Ziel. Aber das funktioniert nur, wenn Sie Ihre Trades genau nachverfolgen – auch wenn Sie meinen alles noch im Kopf zu haben! Aus den Erkenntnissen eines Tradingsbuches bildet sich mit der Zeit ein klarer Weg heraus. So erarbeiten Sie Schritt für Schritt, mit welchen „Tools“ Sie am erfolgreichsten operieren. Welche Märkte man damit gut handeln kann, welche Handelszeiten man ggf. meiden sollte – und welche man bevorzugen sollte.

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