ginmon – das intelligente ETF-Depot

Ginmon zählt zu den Anbietern, die Kunden-Depots komplett verwalten. Der Name geht nicht ganz leicht über die Lippen und stammt aus dem japanischen, was sinngemäß soviel bedeutet „silbernes Tor“. Er soll den „Weg zum Wohlstand“ ebnen. Hinter dem Internet-Portal steht die Frankfurter Ginmon GmbH, die 2014 gegründet wurde.

Ginmon richtet sich an Privatkunden, die mit ETF-Weltportfolios am globalen Kapitalmarkt investieren wollen. Auch bei diesem Anbieter stehen niedrige Kosten für die Anleger im Vordergrund, das gilt mittlerweile wirklich für nahezu jeden Anbieter in diesem Bereich. Die nennenswerten Unterschiede sind in anderen Bereichen zu finden. Daneben ist aber der Zugang zu globalen Märkten und eine breite Anlagestreuung für das Portal ebenfalls von großer Bedeutung.

Die Ginmon GmbH wurde von Lars Reiner, Ulrich Bauer und Raphael Vosen gegründet. Lars Reiner begann seine berufliche Laufbahn bei der Deutschen Bank und ist ehemaliger Vorstand des Goethe Investment Fund e.V. Bauer verfügt über langjährige Erfahrung als Vermögensverwalter, während Vosen als Unternehmensberater tätig war.

Depotbank und Sicherheit der Vermögensanlagen

Nutzer, die ihr Geld über Ginmon in die vorgegebenen ETF-Portfolios investieren, eröffnen automatisch ein Depot bei der Partnerbank DAB Bank. Dort wird auch die Anlagestrategie umgesetzt und das Geld letztendlich verwaltet. ETF-Depots sind Sondervermögen und sind im Insolvenzfall der Depotbank geschützt. Ginmon selbst hat dadurch auf die Wertpapierdepots keinen Zugriff. Nur der Kunde kann über die Geldanlage verfügen.

Logo DABDie DAB Bank ist Teil der BNP Paribas S.A. und ist eine der größten Direktbanken im deutschen Raum. Durch die BaFin-Lizenz wird sie kontinuierlich überwacht. Zudem unterliegt sie der gesetzlichen Einlagensicherung, die auf 100.000 Euro pro Kunde beschränkt ist. Zusätzlich gehört die DAB Bank dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. an. Dieser schützt das Vermögen eines Kunden bis zu einem Betrag von 120 Millionen Euro.

BaFin-Lizenz seit Mai 2017
Seit Mai 2017 verfügt Ginmon darüberhinaus über eine Bafin-Lizenz für die Abschlussvermittlung, Anlageberatung, Anlagevermittlung und Finanzportfolioverwaltung. Für Endkunden bietet das eine höhere Sicherheit und Regulierung.

Mindestanlage
Die Mindestanlage beträgt 5.000 EUR (oder 1.000 EUR mit einem zusätzlichen Sparplan über 50 EUR mtl.)

Investmentstrategie

Ginmon beschränkt sich wie einige andere Anbieter auch auf die Assetklassen Aktien und Anleihen. Indirekt enthält das Portfolio auch Immobilienbeteiligungen über Aktien der entsprechenden Immobilienunternehmen. Bei der Aktienauswahl beschränkt sich der Anbieter auf die Werte kleiner Unternehmen, sogenannter Small Caps – sowie unterbewerteter Unternehmen. Diese werden anhand von Formeln unter Einbezug des Gewinnes pro Aktie und des jährlichen Gewinnwachstums berechnet.

Die währungsgesicherten Staats- und Unternehmensanleihen im Portfolio dienen vor allem der Stabilisierung des Investments bei starken Schwankungen an den Börsen. Damit reduzieren sie zwar in schlechten Aktienzeiten den Verlust, sind aber nicht besonders renditeorientiert – da Anleihen aktuell kaum noch Zinsen einbringen.

Die Geldanlagen des Robo-Advisors sind in insgesamt 47 Länder investiert. Ginmon beziffert die Anzahl der enthaltenen Unternehmen auf rund 10.000. Damit ist die Anlagestreuung schon ziemlich breit aufgestellt. Zusätzlich wird in Staatsanleihen investiert, die angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds nach wie vor kaum Rendite bringen. Da kommt es dann auf die Regionen an, da in einigen Ländern deutlich höhere Zinsen gezahlt werden, als aktuell in Europa.

Anleger haben bei Ginmon die Wahl zwischen zehn verschiedenen ETF-Portfolios , darin sind jeweils die gleichen fünf passiv gemanagten Indexfonds (ETFs) enthalten. Der Unterschied liegt in der Gewichtung dieser Fonds innerhalb der Portfolios. Die Beschränkung auf nur fünf Indexfonds in den Auswahl-Portfolios ist für manchen Anleger vielleicht etwas zu wenig.

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Ginmon-Kunden können über das Portal Einmalbeträge ab 1.000 Euro anlegen. Darüber hinaus gibt es – wie bei der Konkurrenz auch – die Möglichkeit, ratenweise ab 50 Euro monatlich in die ETF-Portfolios zu investieren und damit Sparpläne zu erstellen. Aufgrund des Cost-Average-Effektes (Durchschnittswertermittlung) macht ein ETF-Sparplan absolut Sinn.

Um die passende von zehn Anlagestrategien zu finden, durchläuft der Nutzer ein kurzes Interview auf dem Portal. Dabei wird seine Risikobereitschaft ermittelt, das machen im übrigen alle Anbieter, nur die Art und Weise unterscheidet sich leicht. Das Verfahren ist bei ginmon für Laien gut, lässt erfahrenen Anlegern jedoch wenig Möglichkeiten. Das dem Anlegertyp entsprechende Portfolio ist erst ab dem Schritt „Geldanlage planen“ einsehbar. Diesbezüglich sind andere Anbieter deutlich transparenter und machen die Einstufung in Anlegertypen dadurch leichter verständlich.

Wie bei anderen Robo-Advisorn auch bestimmt der Aktienanteil im Portfolio die Risikostrategie – je höher der Aktienanteil, desto höher das Risiko. Da der Anleiheanteil jedoch auch Unternehmensanteile enthält, gestaltet sich die Einstufung etwas komplizierter. Gerade die Bonds kleiner und mittelständischer Unternehmen sind risikobehafteter.

Die Anlagestrategie 7 zählt zu den riskanteren Portfolios und visiert eine Jahresrendite von 5,5 Prozent an. Der Aktienanteil liegt hier bei insgesamt 70 Prozent, verteilt auf Aktien Industrieländer (38,5 Prozent), Aktien Wachstumsmärkte (10,5 Prozent) und Aktien kleiner Unternehmen weltweit (21 Prozent). Die restlichen 30 Prozent des Portfolios besteht aus Staats- und Unternehmensanleihen weltweit (24 Prozent) und Anleihen europäischer Unternehmen (6 Prozent).

Einmal pro Jahr führt Ginmon zudem das sogenannte Rebalancing durch. Das Verhältnis zwischen Aktien- und Anleiheanteil in den Portfolios ändert sich je nach Entwicklung an den Börsen. Das führt zu Abweichungen in der Anlagestrategie und kann die Risikoeinstufung in eine ungewünschte Richtung drehen. Deshalb müssen Anlageklassen in den jeweiligen Portfolios zu- und verkauft werden, um die vorgegebene Anlagestrategie wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Das Team von Ginmon beruft sich bei seinem Anlagekonzept auf die Erkenntnisse der Ökonomen Harry Markowitz und Eugene Fama. Dabei geht es nicht nur um eine breite Streuung des Investments auf verschiedene Anlageklassen, sondern auch um antizyklisches Investieren. Grundsätzlich verbirgt sich dahinter die Strategie, Aktien oder Anleihen genau dann zu kaufen, wenn sich deren Kurse im Sinkflug befinden, jedoch die Erwartung eines Anstiegs zu einem späteren Zeitpunkt besteht. Vorausgesetzt, die Kurse steigen tatsächlich nach einer bestimmten Zeit, ist diese Strategie durchaus lohnenswert.

Grundgebühr
Die Kostenstruktur unterscheidet sich bei Ginmon deutlich von den anderen Anbietern. Die Kosten für die Depotführung und Transaktionen beinhaltet eine Jahresgebühr von 0,75 Prozent der Anlagesumme pro Jahr. Das ist zunächst einmal günstiger als bei den meisten anderen Anbietern! Da die Wertpapierkäufe und -verkäufe aller Kunden zusammengefasst werden, kann ginmon Ihnen die Portfolioverwaltung günstiger anbieten, als wenn Sie Ihr Portfolio selbst managen.

Die Grundgebühr deckt die anfallenden Kosten für Depotführung und Transaktionen ab. So kann eine 100% unabhängige Auswahl der Anlagebausteine ohne Provisionen garantiert werden. Das Minimum liegt bei 1,50 EUR pro Monat.

ETF-Kosten nicht vergessen
ETFs und Indexfonds zeichnen sich im Vergleich zu anderen Investmentprodukten durch ihre geringen Kosten aus. Die von ginmon verwendeten Fonds weisen im Durchschnitt über alle Strategien eine laufende Gebühr (TER) in Höhe von 0,24% p.a. aus. Diese wird von den Fondsanbietern direkt aus dem Fondsvermögen entnommen. Zusätzlich fallen aufgrund von Geld-Brief-Spannen Handelskosten an, welche im Durchschnitt 0,02% p.a. betragen. Aufgrund des proprietären Algorithmus apeironenhance ist ginmon in der Lage, den Portfolioumschlag und somit die Handelskosten für die Kunden zu minimieren. Daher sollen – bedingt durch die entsprechenden Strategien – die Kosten weitaus niedriger sein als bei vergleichbaren Anbietern.

Erfolgsbeteiligung
Das Gebührenmodell soll die Interessen der Kunden vertreten, also schauen wir mal. Gewinne erwirtschaftet ginmon nur, wenn die Kunden ebenfalls Gewinne erzielen.
So werden die Depots der Kunden in schwachen Marktphasen nicht unnötig belastet. Im Grunde eine gute und faire Vorgehensweise.

Allerdings kommen dann noch zehn Prozent der Anlagesumme als Erfolgsbeteiligung hinzu. In eher schwachen Marktjahren fallen für den Kunden dabei keine Zusatzkosten an. Bei einer starken Marktentwicklung können die Kosten jedoch deutlich zu Buche schlagen und befinden sich dann auf dem Niveau der Konkurrenz – oder sogar darüber.

Wie berechnet sich die Erfolgsbeteiligung?
Die Erfolgsbeteiligung wird nach dem High Water Mark Prinzip berechnet. Nur wenn Sie am Ende eines Quartals Gewinne gegenüber den historischen Quartalshöchstständen erzielt haben, erhält ginmon 1/10 dieser Wertsteigerung, dies bedeutet vereinfacht ausgedrückt 10 Prozent. Die Erfolgsbeteiligung wird selbstverständlich erst nach Abzug der Grundgebühr berechnet.

Fazit:
ginmon bietet dem Kunden ein Werkzeug an, mit dem er seine Geldanlage intuitiv und ohne Vorkenntnisse selber planen und verwalten kann. Dabei wird ein wissenschaftliches Anlagekonzept verfolgt, welches auf den langfristigen Kundennutzen ausgerichtet ist. Der Ansatz von Nobelpreisträger Prof. Harry Markowitz und Prof. Eugene Fama, die Vermögensanlage sehr breit zu streuen – und so das Wachstum der gesamten Weltwirtschaft abzubilden – ist bekannt und nach wie vor gut. Versteckte Kosten wie Ausgabeaufschläge und Provisionen gibt es nicht.

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