Gold – es gilt weiterhin, Rücksetzer zu kaufen

Gold konnte den starken Widerstand bei 1.550 USD nicht überwinden. Das könnte dazu führen, dass die Gold-Rallye für den Rest des Jahres trendlos seitwärts läuft. Das Tief innerhalb der aktuellen Korrektur lag bei 1.459 USD – und wenn alles gut läuft – war das vielleicht schon das Tief für den Rest des Jahres.

Am Terminmarkt ist noch keine Bereinigung des bullischen Sentiments zu erkennen. Viele sind long und glauben, dass die Rallye weitergehen wird. Immer dann, wenn dies alle glauben, trifft oft das Gegenteil ein. Der Widerstand bei 1.550 USD ist nicht nur stark, sondern auch ein Politikum, denn ein Anstieg darüber könnte Panik an den internationalen Devisenmärkten auslösen und weitere Spekulanten und Investoren in den Markt ziehen. Der Exchange Stabilization Funds (ESF) wurde dafür geschaffen, um in solchen Fällen am Devisen- und Goldmarkt zu intervenieren.

Sollte der Handelskrieg allerdings weiter eskalieren, die Wirtschaftsdaten noch schlechter ausfallen – oder der Aktienmarkt einbrechen, könnte Gold ggf. auch schon in diesem Jahr neue Hochs erreichen.

CoT-Daten – Commitments of Traders:
Die Netto-Shortposition der großen 4 reduzierte sich von 31 auf 28 Tage der Weltproduktion – und die der Big 8 reduzierte sich von 55 auf 46 Tage. Der Preis fiel zum Stichtag mit dem erneuten Anstieg des Preises nach den schlechten Wirtschaftsdaten um 54 USD und die Spekulanten gingen dabei nur mit 41 Tsd. Kontrakten short, was enttäuschend ist. Ein Preiseinbruch um 54 USD bei einer so niedrigen Reduktion der Position zeigt, wie bullisch das Sentiment noch ist – und dass jeder Rücksetzer weiterhin gekauft wird.

Gold korrigiert auf hohem Niveau

Palladium: Neues Allzeithoch bei 1.700 USD erreicht
Charttechnisch ist Palladium seit dem Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends bei 1.490 USD wieder long und zeigt sich aktuell stark. Aus zwei Richtungen kommen jedoch evtl. Gefahren auf den Palladiumpreis zu. Eine deutlichere Korrektur des Goldpreises könnte den Palladiumpreis kurzzeitig mit nach unten ziehen. Bricht der Goldpreis ein, so könnten Abnehmer Käufe in der Hoffnung günstigerer Preise verschieben. Zudem dürften Trader, die auf einen kurzfristig fallenden Preis setzen und jene, die Gewinne mitnehmen, eine Korrektur verstärken.

Kommt es also zu einer Bereinigung am Terminmarkt beim Gold, so dürfte sich der Palladiumpreis kurzfristig nicht dem negativen Trend der anderen Edelmetalle entziehen können. Mittelfristig gibt es die Gefahr eines Überangebots am physischen Markt, wenn die Nachfrage aus der Automobilindustrie aufgrund einer drohenden Rezession kurzfristig einbricht.

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