Mit wenigen ETFs ein langfristig sicheres Depot aufbauen

Mit nur wenigen ETFs lässt sich ein kostengünstiges und breit diversifiziertes Portfolio aufbauen. Benötigt werden dabei nur 4-5 ETFs, wobei Anleihen einen Anteil vom Gesamtportfolio von 20-30 Prozent ausmachen könnten. Anleihen bringen in der Regel weniger Rendite als Aktien, oft erzielen Anleihen guter Bonität aber vor allem dann Gewinn, wenn Anleger mit Aktien Verluste einfahren. Wobei die Kurssteigerung bei Anleihen auch eine wichtige Rolle spielen kann, das haben die letzten Monate eindrucksvoll belegt – denn Anleihen konnten teilweise mit sehr hohe Kurssteigerungen aufwarten.

Dies wird sehr schnell am Beispiel des ComStage iBoxx EUR Liquid Sovereigns Diversified 25+ TR UCITS ETF deutlich, der in diesem Jahr bisher eine Top-Performence erzielt hat. Dieser bietet Zugang zu den liquidesten in Euro denominierten Staatsanleihen, die von Regierungen der Eurozone begeben werden. Die Replikationsmethode des ETF ist synthetisch (Unfunded Swap).

Als Ergänzung dazu könnte der iShares USD Treasury Bond 20+yr UCITS ETF (Dist) in Frage kommen, dieser bietet Zugang zu in US-Dollar denominierten Staatsanleihen, die vom US Treasury emittiert werden. Die Replikationsmethode ist physisch (Sampling). Auf der Anleihenseite reichen zwei ETFs für eine Risikostreuung völlig aus, da diese ETFs bis zu 1.900 Staats- und Unternehmensanleihen aus Europa, alle mit guter bis sehr guter Bonität enthalten.

Als weiterer Baustein bietet sich ein ETF auf den MSCI-World an, dadurch wird eine breite Streuung von Aktien erzielt. In einem MSCI-World ETF befinden sich 1.600 Aktien, viele davon aus den USA.
Alternativ gibt es noch den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF, der Fonds versucht, die Wertentwicklung des FTSE All-World Index nachzubilden. Der Index besteht aus rund 2.900 Positionen aus annähernd 47 Ländern, darunter sowohl Industrie- als auch Schwellenländer. Die Kostenstruktur ist ebenfalls sehr günstig.

Da im MSCI-Welt-Index keine Aktien aus Schwellenländern enthalten sind, bietet sich als zusätzlicher Baustein ein ETF auf Schwellenländer an – zumal es keinen Index für Aktien gibt, der den gesamten Markt, also alle Börsen der Welt abbildet. Demzufolge könnte noch ein klassischer Schwellenländer-ETFs ins Portfolio genommen werden, obwohl im FTSE All-World UCITS ETF die entwickelten Schwellenländer schon enthalten sind

ETFs glänzen im übrigen mit niedrigen Gebühren, weil sie ohne einen Fondsmanager auskommen, der entscheidet, ob und wann ein Wertpapier ins Portfolio kommt oder rausfliegt. Der Kurs eines ETF folgt stur der Entwicklung eines bestimmten Index. Das ist der wesentliche Unterschied zu einem gemannagten Fonds, wobei die meisten klassischen Fonds den Markt nicht schlagen – was eindeutig für einen ETF spricht.

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