N26 Girokonto

Logo 200x50N26 ist ein Fintech-Unternehmen, d.h. ein Start-up aus dem Finanzbereich , das mit neuen Technologien und speziellen Dienstleistungen dem klassischen Bankensektor Konkurrenz machen will. N26 hat seit Mitte Juli 2016 eine eigene Banklizenz. Die Kundenkonten wechselten im Zuge dessen vom früheren Bankpartner Wirecard – ein im DAX geführtes Unternehmen und eine britische Bank – zur N26-Bank.

N26 ist außer in Deutschland noch in 16 anderen Ländern verfügbar, zum Beispiel in Frankreich und Griechenland. Seit Ende Juli 2016 können Kunden über N26 Invest auch Geld anlegen. Dafür arbeitet das Fintech mit dem Robo-Advisor Vaamo zusammen. Vaamo ist ein digitaler Vermögensverwalter, den wir auch unter den besten Robo-Advisorn in Deutschland aufgeführt haben. Seit Mai 2017 können Kunden zudem Geldanlagen in dem Berliner Unternehmen Weltsparen nutzen.

Einlagensicherung
Die Einlagen sind über den Einlagensicherungsfonds in Deutschland bis zu einer Summe von 100.000 EUR geschützt. Höhere Beträge sollten ohnehin besser angelegt werden, da es auf dem Girokonto keine Zinsen gibt. Dafür könnte sich dann Weltsparen oder Vaamo anbieten, die sogar eine digitale Vermögensverwaltung mit sehr geringen Mindesteinlagesummen anbieten.

Die Highlights im Überblick

  • Mit N26 (ehemals Number26) nutzen Kunden ihr Girokonto über eine Smartphone-App
  • Das Besondere an N26 sind die vielen Möglichkeiten, mit denen die Kunden bezahlen, Geld abheben und überweisen können
  • Der Anbieter verlangt keine Gebühren für Konto und Karten. Geld abzuheben, ist allerdings nur drei- bis fünfmal pro Monat kostenlos. Danach werden jedes Mal 2 Euro fällig
  • Kunden benötigen für Überweisungen keine Kontodaten der Empfänger
  • Jeweils zehn zurückliegende Transaktionen der Kreditkarte lassen sich mit dem Smartphone auslesen

Das Steuern des Girokontos per Smartphone steht im Mittelpunkt
Direktbanken gibt es jetzt schon viele Jahre – und diese haben sich voll und ganz durchgesetzt. N26 geht noch ein Stück weiter – Online-Banking geht auch ohne Computer. Ein Konto als App auf dem Smartphone tut es doch auch.

N26 - GirokontoMit der App lässt sich nicht nur das Online-Banking erledigen, egal ob es um das Überweisen, Bezahlen oder Geldabheben geht. Die Kunden können auch viele unterschiedliche Überweisungswege wählen, darunter einige Online-Bezahlsysteme, die bei anderen Banken noch nicht angeboten werden. N26-Kunden können nicht nur an Automaten Geld abheben. Über „Cash26“ ist dies auch in diversen Supermärkten und im Einzelhandel möglich – dazu gehören aktuell in Deutschland Rewe, Penny und Budni.

Die Nutzer generieren über Handy und PIN einen Barcode, den sie an den Kassen einlesen lassen, alles passiert online. Anschließend wird das Geld direkt vom Girokonto abgebucht. Die Kunden können den Code löschen, falls sie diesen doch nicht benötigen. Ansonsten kann 24 Stunden nicht auf das Guthaben zugegriffen werden, danach wird es automatisch wieder dem Konto gutgeschrieben.

Wenn Kunden Geld über Cash26 in Supermärkten und bei Einzelhändlern einzahlen, können sie darauf sofort mit den N26-Karten zugreifen. Allerdings dauert es auch bei Cash26 ein bis zwei Tage, bis das eingezahlte Geld für Überweisungen oder Lastschriften bereitsteht. Wie beim Überweisen müssen die Kunden eine Push-TAN bestätigen. N26 verlangt zudem Gebühren, falls Kunden mehr als 100 Euro im Monat einzahlen. Die Gebühr beträgt 1,5 Prozent der eingezahlten Summe, also etwas aufpassen.

N26 arbeitet mit Google zusammen, um das Bezahlen mit dem Handy zu ermöglichen. Dabei halten die Kunden das Smartphone lediglich an den Bezahlterminal – und der Rest läuft von alleine. Beim Bezahlen werden keine Kartendaten weitergegeben, die Zahlung erfolgt über eine virtuelle Kontonummer.

Nur für junge Kunden geeignet?
Wer ein Girokonto bei N26 eröffnen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und in einem der Länder leben, in denen N26 aktiv ist. Ausserdem ist ein mit der N26-App kompatibles Smartphone, auf dem die Banking-App installiert wird erforderlich. Das schränkt die Zielgruppe natürlich erheblich ein.

Zwar können Kunden das Konto auch ohne Handy nutzen, über den Browser geht es aber nicht. So ist das Smartphone nötig, um die Anmeldung bei N26 abzuschließen oder um Überweisungen und Daueraufträge zu bestätigen. Wenn Sie sich für das Konto interessieren, sollten Sie daher zunächst kontrollieren, ob die App überhaupt auf Ihrem Handy läuft. Das Smartphone dient als sogenanntes Authentifizierungsinstrument, N26 nutzt dafür Hardware-Merkmale des Smartphones.

Ist das Handy kaputt oder abhandengekommen, ist das Konto erst einmal nicht mehr nutzbar. Bevor Kunden sich auf einem neuen Gerät einloggen können, muss das alte Smartphone vom Konto getrennt werden. Denn aus Sicherheitsgründen lässt sich nur ein Smartphone mit dem Konto verbinden. Als zusätzliche Absicherung dient das Passwort für die App und die PIN für Überweisungen. Als Debit-Kreditkarten sind Mastercard und eine Maestro-Karte einsetzbar.

Die Maestro-Karte ist nicht an das deutsche Girocard-System angeschlossen. Das bedeutet für Verbraucher, dass sie beim Bezahlen darauf achten müssen, dass das Maestro-Logo auf der Kasse zu sehen ist. N26 setzt nach eigenen Angaben auf Maestro, um Push-Benachrichtigungen nach dem Bezahlen auf das Handy und damit das Echtzeit-Banking zu ermöglichen.

Bei den N26-Kreditkarten sind die PINs online im Mastercard-Netzwerk hinterlegt. In einigen Ländern lesen die Kassen die PIN jedoch vom Chip auf der jeweiligen Karte aus. Deshalb können Kunden in diesen Ländern nicht sofort mit Karte bezahlen, weil die PIN nicht von vornherein auf dem N26-Chip gespeichert ist.

Bei der Mastercard-Kreditkarte handelt es sich um eine NFC-Karte (Near Field Communication). Das bedeutet, Kassenterminal und Karte tauschen kontaktlos Informationen untereinander aus, die Karte muss zum Bezahlen nicht mehr im Terminal stecken.

Die verschiedenen Modelle der Girokonten
N26 bietet insgesamt 3 Konten-Modelle an, zum Beispiel das Flex-Konto. Mit diesem Girokonto richtet sich N26 an Kunden, die die Bonitätsanforderungen für das Standard-Girokonto nicht erfüllen. Diese Kunden können das N26-Flex-Konto mit einer Kontoführungsgebühr von 6 Euro im Monat abschließen. Das dürfte dann vergleichbar mit einem schufafreien Girokonto sein.

Zusätzlich müssen sie beim Geldabheben an Automaten oder bei Cash26-Einzelhändlern 2 Euro zahlen. Die Maestro-Karte und die Kreditkarte von Mastercard sind auch beim Flex-Konto dabei. Unter denselben Konditionen bietet N26 auch das Basiskonto an.

Das Flex-Konto ist jedoch nicht das einzige Girokonto, bei dem N26 Gebühren verlangt. Das ist auch bei N26 Black der Fall. Die Kontoführungsgebühren dort betragen 9,90 Euro im Monat. Bei der dazugehörigen Mastercard fallen zumindest die Fremdwährungsgebühren beim Abheben weg.

Zum Konto gehört auch ein Versicherungspaket, das etwa bei Flugverspätungen, Gepäckdiebstahl oder Unfällen im Ausland greift. Ob die Versicherungen nun benötigt werden, muss jeder für sich entscheiden. Die Auslandsreisekrankenversicherung macht natürlich Sinn, die gibt es aber auch direkt bei einem Versicherer. Über das Versicherungsgeschäft generiert N26 somit auch Provisionen.

Für 16,90 Euro gibt es außerdem ein Konto mit den gleichen Konditionen wie beim N26 Black. Der einzige Unterschied besteht in der Metal Mastercard, die aus Edelstahl statt Plastik hergestellt ist und ein paar Vergünstigungen bei Online-Händlern bietet, die die anderen Kontomodelle nicht haben. Mittlerweile gibt es auch ein Konto für Geschäftskunden.

Welche Kosten entstehen beim N26-Konto?

N26 verlangt weder eine Gebühr für die Kontoführung noch für die dazugehörige Maestro-Karte oder Mastercard-Kreditkarte. Auch fallen keine Kosten an, wenn Kunden mit den Karten bezahlen, egal in welcher Währung. Beim Geldabheben am Automaten in Deutschland fallen aber durchaus Gebühren an. Mit der Maestro-Karte kostet das immer 2 Euro, bei der Mastercard geht das kostenlos – allerdings nur dreimal im Monat, jedes weitere Abheben kostet ebenfalls 2 Euro.

Zwei Gruppen von Nutzern kommen mit der Mastercard immerhin fünfmal im Monat kostenlos an Geld: Kunden unter 26 Jahren und diejenigen, die das N26-Girokonto als Hauptkonto nutzen. Falls die kostenlosen Abhebungen nicht reichen, können Nutzer zwar bei bestimmten Einzelhändlern über „Cash26“ Geld abheben. Dann sind sie allerdings an deren jeweilige Öffnungszeiten gebunden. Wer Geld auf sein N26-Konto einzahlt, muss bei Beträgen von mehr als 100 Euro im Monat eine Gebühr von 1,5 Prozent der eingezahlten Summe entrichten.

Im Ausland können Kunden hingegen unbegrenzt kostenlos Geld abheben. N26 verlangt eine Fremdwährungsgebühr von 1,7 Prozent der abgehobenen Summe, falls Kunden Geld in einer anderen Währung als Euro abheben. Außerdem fallen bei einigen Automatenbetreibern zusätzliche Gebühren an, für die N26 nicht aufkommt. Laut der Bank ist dies etwa in Nordamerika sowie Südostasien häufig der Fall.

Aber auch einige Sparkassen in Deutschland erheben Gebühren, wenn fremde Kunden mit einer Mastercard bei ihnen Geld abheben. Automaten in Deutschland zeigen diese Gebühr in der Regel an. N26 hat die Funktionen des Kontos seit dem Start erweitert – mittlerweile gibt es auch einen Dispokredit, der bei Inanspruchnahme aber wie üblich hohe Zinsen verursacht.

Ob Nutzer einen Dispo erhalten und wie hoch der Disporahmen ist, hängt von ihrer Schufa-Bewertung ab, dem monatlich eingehenden Gehalt und anderen regelmäßigen Geldeingängen. Kunden beantragen den Dispo in der App und erhalten laut N26 sofort Rückmeldung. Sie können den Dispo kündigen und innerhalb des gewährten Rahmens senken oder erhöhen. Jede Anfrage wird vorübergehend bei der Schufa gespeichert.

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