Rücksetzer beim Goldpreis als Kaufchance nutzen?

Könnte der aktuelle Rücksetzer beim Goldpreis eine gute Kaufchance sein? Das ist gut möglich, denn der Ausblick und die Charttechnik sind weiterhin bullish. Bisher hält die Marke von 1.500 USD, sollten sich die Themen Brexit, Handelskrieg, Hongkong und Iran weiter entspannen, könnte der Goldpreis noch weiter korregieren. Das kann aus charttechnischer Sicht durchaus bis 1.450 USD gehen, wobei die Charttechnik durch politische Themen auch sehr schnell ausser Kraft gesetzt wird.

Was allerdings viel wichtiger für die zukünftige Goldpresientwicklung ist, sind niedrige Zinsen und die lockere Geldpolitik der Notenbanken. Daran wird sich auch die nächsten Jahren nichts ändern, weil man das Rad gar nicht mehr zurückdrehen kann. Dazu kommt eine Inflationsrate, die deutlich höher ausfällt, als angegeben. Wer bitte glaubt denn daran, dass die aktuellen Inflationsraten der Realität entsprechen.

Das alles spricht für den sicheren Hafen Gold, eine Währung – die seit 5000 Jahren Bestand hat. Dies gilt insbesondere für physisches Gold, die echten Goldfans investieren ohnhein nur in physisches Edelmetall wie z.B Gold und Silber. Das geht im übrigen auch gut über Xetra- oder Euwax Gold, da das Gold dort physisch hinterlegt wird, was auch steuerlich ganz interessant ist.

Die Dollar-Dominanz


Der Dollar ist die unumstrittene Leitwährung der Welt. Mit dieser Machtstellung wollen sich aber viele Länder nicht mehr abfinden. Sie versuchen sich abzunabeln vom einflussreichen Dollar, allen voran die Chinesen. Grundsätzlich ist ein schwacher Dollar besser für den Goldpreis, da Gold in US-Dollar auf dem Weltmarkt abgerechnet wird. Das muss aber nicht grundsätzlich so sein, geschweige denn so bleiben. Trotz des starken Dollars hat der Goldpreis in den letzten Monaten deutlich zugelegt, auf EUR-Basis erreichte der Goldpreis sogar ein Allzeithoch.

Noch immer werden 62 Prozent aller Währungsreserven in US-Dollar gehalten, weit vor dem Euro und dem Yen. Vom Welthandel werden zudem rund 60 Prozent in Dollar abgewickelt. Auf dem Devisenmarkt ist der USD sogar an 88 Prozent aller Transaktionen beteiligt, weit vor dem Euro und dem Yen. Einige Währungspaare können noch nicht einmal direkt gehandelt werden, sondern ausschliesslich über den Dollar. Eine schnelle Ablösung des Dollars als Weltleitwährung ist demzufolge nicht zu erwarten.

Allerdings arbeitet China seit Jahren daran, die chinesische Währung zu internationalisieren. Aber die chinesische Regierung hat noch viel Arbeit vor sich, bis der Yuan eine echte Alternative zum Dollar, Euro und Yen sein wird. Auch Russland stört sich sehr daran, dass die USA den Dollar als „Waffe“ einsetzen. Die Zentralbank hat demzufolge Reserven im Volumen von über 100 Mrd. USD abgestossen und deckte sich dafür mit Yuan, Euro und Yen ein. Ausserdem wurden US-Staatsanleihen deutlich abgebaut, d.h. auch die weltweiten Währungskriege sprechen für den sicheren Hafen Gold. Auch Russland, China und viele andere Länder haben sich massiv mit Gold eingedeckt.

BullionVault

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