Unter Tagesgeld- und Konto-Hopping versteht man, dass Kunden die häufig angebotenen Eröffnungsangebote und besonderen Konditionen der Banken nutzen. Im Detail sieht dies dann so aus, dass ein Neukunde bei einer Bank z.B. 50,- EUR Neukundenbonus für die Eröffnung eines kostenlosen Girokontos in Anspruch nimmt und dieses dort eröffnet. Wenn nun das Guthaben bei dieser Bank auch noch besser verzinst wird, als bei den meisten anderen Banken, evtl. als über ein kostenloses Tagesgeldkonto mit einem besonders guten Zinssatz – dann kann diese Vorgehensweise durchaus interessant sein.

Wenn in einigen Monaten ein anderer Anbieter ggfl. bessere Konditionen bietet und die Kunden wieder mit einer Bonusaktion dazu motiviert, das Konto zu wechseln – dann ist das nichts anderes, als ein ganz normaler Wettbewerb. Es kann sogar so weit gehen, dass ein ehemaliger Kunde einer Bank nach z.B. 9 Monaten wieder zurück kommt, um ein neues Eröffnungsangebot zu nutzen, bzw. bessere Zinsen in Anspruch zu nehmen. In der Regel ist es dann so, dass dieser Kunde nach Ablauf von 6 Monaten wieder als Neukunde geführt wird.

Daran ist absolut nichts verwerfliches, wenn es auch etwas aufwendiger ist – wobei sich der Aufwand in Zeiten des Internets in Grenzen hält – und die Banken müssen damit leben. Kunden einer Bank müssen im übrigen auch mit dem einen oder anderen leben. Ausserdem haben die meisten Menschen heute mehrere Girokonten, denn die der Direktbanken sind in der Regel alles kostenlos.

Ob diese Konto-Hopper nun tatsächlich soviel höhere Kosten verursachen, dass die Gebühren der Banken im allgemeinen steigen, wage ich dann doch zu bezweifeln. Zumal die Kunden heute durch das Internet sehr gute Möglichkeiten haben, alle Konditionen zu vergleichen, um sich das beste Angebote auszusuchen. Schon aus diesem Grund ist nicht mit höheren Gebühren zu rechnen, die alleine auf diese Tatsache zurückzuführen sind.

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