Vor- und Nachteile von ETFs

ETFs-Exchange Traded Funds sind weiter auf dem Vormarsch, mittlerweile werden ETFs auch von Warren Buffet und anderen Großinvestoren eingesetzt. Was für Exchange Traded Funds spricht – und welche Nachteile es gibt, betrachten wir im weiteren Verlauf des Artikels.

Vorteile von ETFs

  • Geringe Kosten
    ETFs sind grundsätzlich wesentlich günstiger als klassische Investmentfonds. Weder ist beim Erwerb ein Ausgabeaufschlag fällig, noch verlangt der ETF-Anbieter beim Verkauf eine Rücknahmegebühr. Auch sind die Managementmentgebühren (Kosten für das Verwalten und Optimieren des Fonds), die pro Jahr fällig werden, deutlich geringer als bei klassischen Investmentfonds. Der Grund dafür ist, dass durch den passiven Ansatz bei ETFs eben auch weniger bis kein aktives Portfoliomanagement notwendig ist.
  • Niederiger Spread
    ETFs besitzen eine ähnliche Handelskostenstruktur wie Aktien. Der Spread, also der Unterschied zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs, ist sehr gering und liegt häufig bei nur rund 0,10 Prozent. Grund hierfür ist unter anderem die häufig hohe Liquidität bei ETFs.
  • Hohe Transparenz
    ETFs sind deutlicher transparenter als Investmentfonds. Alle notwendigen Börseninformationen wie etwa Kurse oder Handelsvolumina sind auf den Internetseiten der Emittenten, Börsen oder Nachrichtenagenturen abrufbar. Zudem muss die Zusammensetzung des ETF-Portfolios täglich neu veröffentlicht werden. Auch werden die Auflagen seitens der Behörden, eine noch bessere Transparenz zu gewährleisten immer umfangreicher.
  • Börslicher und sekundenschneller Handel – auch im Direkthandel
    ETFs sind während den üblichen Börsenöffnungszeiten jederzeit handelbar, das macht diese Anlageform auch für das aktive Trading durchaus interessant. Klassische Fonds hingegen legen hierbei in der Regel nur einmal pro Tag den Anteilspreis fest.
  • Hohe Flexibilität
    Bei ETFs kann bei Bedarf auch mit Stop-Loss-Orders, Trailing Stops oder Limit-Orders gearbeitet werden. Zudem können Sie mit nur einem Investment gleich ganze Märkte kaufen.
  • Hohe Diversifikation
    Die Möglichkeit, gleich einen ganzen Wertpapierkorb zu kaufen, erleichtert die Diversifikation ungemein. Gleichzeitig ist nur ein Bruchteil der Ordergebühren notwendig, die fällig wären, wenn man einen Markt manuell nachbilden möchte.
  • Zunehmend strategisch orientierte Produkte
    Inzwischen ist auch ein Trend weg von reinen ETF-Indexfonds hin zu strategischeren ETF-Portfolien entstanden. Dabei können inzwischen auch Aktien mit gewissen Kriterien als Korb erworben werden.

    Etwa Aktien aus einer gewissen Branche, oder aber auch Unternehmen mit isolierten Value-, Growth-, Momentum- oder Low-Volatility-Eigenschaften.

    Ein Beispiel dafür sind Smart Beta-ETFs, die in etwas zwischen einem klassischen Investmentfonds und einem ETF liegen, d.h. diese werden teilweise auch aktiv gemanagt

Nachteile von ETFs

Naturgemäss gibt es auch Nachteile, ob diese aber wirklich nachteilig für den Anleger sind, muss jeder selber entscheiden.

  • Keine Outperformance des gewählten Index möglich
    Wenn ein ETF lediglich einen Index abbildet, entfällt die Möglichkeit einer Outperformance gegenüber diesem Index komplett. Fraglich ist an dieser Stelle üblicherweise, ob denn einem klassischen Fonds dieses in der Regel nach Abzug der Kosten gelingt. Zumal die meisten Fondsmanager von klassischen Fonds nicht in der Lage sind, den Markt nachhaltig zu schlagen
  • Swap-basierte ETFs beherbergen zum Teil Emittentenrisiko
    Swap-basierte ETFs beherbergen ein gewisses Emittentenrisiko – mehr dazu lesen Sie bitte auf unserer Einführung zum Thema ETFs.

Fazit: ETFs sind sehr gut für die meisten Anleger geeignet – weil einfach, günstig und transparent. Mittlerweile gibt es diverse digitale Vermögensverwaltungen – sogenannte Robo-Advisor – die bei sehr geringen Kosten, eine gute Performence vorweisen können. Ein wesentliches Argument dafür ist die völlig emotionslose Anlagestrategie dieser Robos. Wir haben die besten Robo-Advisor verglichen und sind zu einem interessanten Ergebnis gekommen.

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